Apokalypse? Ochjo…

Ein Reiter der Apokalypse?

Die Geschichte der Apokalypse ist einerseits eine Geschichte des Scheiterns, keine Prophezeiung ist jemals eingetreten und andererseits eine Erfolgsgeschichte, da sich die Gläubigen auch durch Enttäuschungen nicht davon abbringen lassen, dass es irgendwann doch noch passiert.

Der Wandel von einer religiösen zu einer weltlichen Apokalypse, die allerdings keine Hoffnung mehr auf Erlösung birgt, spiegelt sich überall wider. Wenn man es auf die Spitze treiben will, so könnte man sagen, dass selbst das verbreitete „Früher war alles besser“ Genörgel schon eine Art apokalyptische Weltsicht ist. Denn wenn alles immer schlechter wird, so steuert man auf einen Punkt zu, an dem es für die bestehende (schlechte) Ordnung keine Besserung mehr gibt. Eine (Er-)Lösung erscheint dann irgendwann nur noch in einer vollkommenen Erneuerung zu bestehen. Oder es endet halt alles in einem „großen Knall“. (weiterlesen …)

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Im Innern einer Weltuntergangssekte

Ein Dokumentarfilm über eine Weltuntergangssekte. Der Sektenführer scharte 20 Jahre lang Menschen um sich um sie auf den Weltuntergang vorzubereiten.Lief die Tage auf DMAX. Aber auch auf Youtube ist der Film zu sehen.

Eine interessante Dokumentation. Aber auch sehr erschreckend was da los ist. Gehirnwäsche und Missbrauch sind an der Tagesordnung. Alles im Auftrag des Herrn.

Auch hier passiert natürlich nichts, doch interessiert es die Mitglieder recht wenig.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

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Medien und Apokalypse

Imposante Bilder sind wichtig.

Die Medien berichten ja öfters mal über irgendwelche Prophezeiungen bezüglich des nächsten Weltuntergangs. Ein wenig Sensationslust ist ja immer nützlich, auch wenn die Journalisten selbst und wohl ein Großteil der Leserschaft nicht daran glaubt. Ebenso neigen die Medien dazu Zeitdiagnosen als Verfall zu deuten. Krisen und Katastrophen beherrschen die Schlagzeilen (vgl. Kaube 2008, 289). Kann man den Medien aber deswegen selbst eine apokalyptische Agenda unterstellen? (weiterlesen …)

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Apokalyptisches Lied

Der Song “This is the time”, geschrieben für den WWF, hat durchaus  apokalyptische Züge. Eine Entwicklung die zu einer Katastrophe führt und die es aufzuhalten gilt. In diesem Fall durch Umkehr zu einer besseren Verhaltensweise. Diese Sichtweise findet sich im Alten Testament, als der Untergang noch durch Verhaltensänderungen aufzuhalten war. In der modernen Apokalyptik ist dies nicht mehr möglich. Andererseits ist die Endgültigkeit der Vernichtung und die fehlende Erlösung ein Element moderner Apokalyptik. Dazu bald mehr.

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Die Zukunftsperspektive des Radios

Der folgende Text ist eine Art Fazit zum Seminar über die Zukunft des Radios, aber auch eine persönliche Einschätzung der Entwicklung aus dem was dort besprochen wurde.

Über die Zukunft des Radio ist schon oft diskutiert worden. Durch das Internet hat diese Diskussion noch einmal an Fahrt gewonnen. Eine vollständige Verdrängung eines Mediums ist allerdings selten vorgekommen. Das Fernsehen hat weder das Radio noch die Zeitungen verdrängt, noch wird das Internet die anderen Medien verdrängen. Aber jedes neue Medium verändert die etablierten Medien, sofern es in gewissem Maße Verbreitung findet. (weiterlesen …)

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Soziologie ist ein Kampfsport. Pierre Bourdieu im Porträt

Pierre Carles
Soziologie ist ein Kampfsport. Pierre Bourdieu im Porträt

Wohl jedem geistes- und kuturwissenschaftlichen Studierenden begegnet irgendwann einmal der Name Pierre Bourdieu unter oder über einem Text. Er ist bekannt u. a. durch das Werk “Die feinen Unterschiede”. Der französische Soziologe gehörte schon zu Lebzeiten zu den bedeutensten Soziologen des 20. Jahrhunderts, so dass wir nicht nur Texte von ihm, sondern auch das Glück haben, dass es ein Film über ihn gibt, der vor seinem Tod 2002 entstanden ist. Der Filmemacher Pierre Carles hat ihn für das französische Kino gedreht. Er ist jetzt dank des Suhrkamp-Verlag auf DVD in Deutschland erhältlich.

Pierre Carles hat Pierre Bourdieu längere Zeit mit der Kamera begleitet. Der Film kommt ohne Kommentare bzw. Sprecher und Interviews des Filmemachers mit ihm aus, stattdessen reiht der Film einzelne Episoden aneinander. Sie zeigen Bourdieu in unterschiedlichen Situationen. Mit seinen Kollegen an der Universität; bei zufälligen Begegnungen auf der Straße; bei einem Interview mit einem Jugendradio; bei Podiumsdiskussionen; in Uni-Seminaren.

Es entsteht das Bild eines durch und durch sympathischen Mannes. Ein Mann mit Humor, Beobachtungsgabe, Empathie, Wissen, Leidenschaft, Engagement und dem Willen, seine Anliegen den Menschen verständlich zu machen. Ein Bourdieu, der aufgeregt ist, weil er auf Englisch reden muss bei einem wissenschaftlichen Kongress und das ganze trocken mit dezenter Ironie kommentiert; dann einen, der engagiert mit Einwohnern eines benachteiligten Stadtteils diskutiert. Ein anderes mal bittet er Studierende, ihm die Fragen zu schicken, die sie sich nicht getraut haben zu stellen bei einem Besuch von ihm in ihrem Seminar. Dann ist er väterlich besorgt um den Arbeitsfortschritt eines Mitarbeiters.

Der Sohn eines Bauern aus der Provinz bleibt auch am Ende seiner akademischen Laufbahn bescheiden und behält genug Distanz zu seinem Werk. Wenn ein Diskutant im Eifer des Gefechts sagt “Es ist nur Bourdieu, nicht Gott”, verärgert ihn das nicht, sondern findet seine Zustimmung. Er will den Menschen Mut machen zu denken und ihr Anliegen in die eigene Hand zu nehmen. Es erscheint einem aufgrund des Films plausibel, dass Bourdieu bis zuletzt nie ganz in den Welt der Akademiker heimisch wurde und diese Welt und sein Wirken in ihr mit nötiger Distanz beobachten konnte.

Natürlich bekommt man im Film auch mit, was er z. B. unter kulturellem Kapital versteht. Wer Geld hat, hat damit bestimmte Möglichkeiten. Wer bestimmte kulturelle Fähigkeiten, also kulturelles Kapital hat, hat dadurch auch bestimmte Möglichkeiten. Wer z. B. eine akademische Karriere machen möchte, muss reden können wie man es in akademischen Kreisen macht. Und wer konnte gerade dies besser beobachten als das Nicht-Akademiker Kind Bourdieu?

Aber das Kern-Anliegen des Films ist: Die Facetten seines öffentlichen Auftretens zu zeigen. Und darin bekommt man in fast 3 Stunden einen guten Einblick.

Der Suhrkamp Verlag hat den Film mit deutschem Untertitel auf DVD veröffentlicht. Ein hartes Stück Arbeit, ihm lesend und denkend zu folgen und gleichzeitig den Film zu sehen, aber es lohnt sich. Auf überflüssige Extras verzichtet der Verlag, legt aber ein inhaltlich ergänzendes 52-seitiges Heft bei.

Autor: Norbert Paul

 

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Medienwächter in Aktion

Wie heise.de Artikel zu erkennen, nicht das Internet, sondern der Umgang damit. Die Wahrnehmung gerade auch der Medienwächter ist in dem alten Schema der klassischen Medien hängen geblieben. Obgleich Herr Schneider sagt, dass das Internet die alten Medienregulierungsmodelle über den Haufen geworfen habe, aber nur ein paar Sätze später wird klar, dass er bestimmte Dienste im Internet als Rundfunk ansieht. Es geht ihm auch am Ende nur um Kontrolle.

Dabei spielt allerdings noch etwas anderes eine Rolle. Zum einen wird eine starke Medienwirkung vorausgesetzt, die eigentlich widerlegt ist und andererseits wird von einem Menschen ausgegangen, der nicht in der Lage ist sich eine eigene Meinung zu bilden und vollkommen von den Medien beeinflusst werden kann. Leider hat sich allgemein und latent die Medientheorie von Horkheimer und Adorno in den Köpfen festgesetzt. Die böse Kulturindustrie, die alles gleich machen will und die Menschen im Sinne der Herrschenden infiltrieren will.

Das Problem ist natürlich, dass die Medienwächter und ganze Anstalten, wie die Landesmedienanstalten davon leben und mit Sicherheit an der Situation nichts ändern wird. Man will sich ja schließlich nicht selbst arbeitslos machen. Wo kämen wir hin, wenn plötzlich jeder einfach so Medieninhalte gestalten könnte? Das dies schon längst passiert, ohne dass das Abendland untergegangen wäre, scheinen die noch nicht mitbekommen zu haben…

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