Berger / Luckmann: Gesellschaft als subjektive Wirklichkeit

Berger und Luckmann beschreiben, wie die Integration eines Individuums in die Gesellschaft, ihrer Theorie nach abläuft. Dabei wird die Gesellschaft und deren Wirklichkeit internalisiert. Sie sehen Gesellschaft als „dialektischen Prozess“, der aus den drei Komponenten Externalisierung, Objektivation und Internalisierung besteht (Berger / Luckmann, 139). Die Internalisierung findet in der primären Sozialisation statt. Darin wird der Mensch in die Gesellschaft integriert, in dem er die Regeln lernt. Dies geschieht, in Anlehnung an Mead, durch signifikante Andere (vgl. Berger / Luckmann, 141). Die primäre Sozialisation endet mit der erfolgreichen Internalisierung aller Regeln und der Vorstellung eines generalisierten Anderen, also der Verallgemeinerung der Regeln, die das Individuum durch die signifikanten Anderen vermittelt bekommen hat. Continue reading

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Sozialisation wirkt

Martin Booker hat in seinem Blog ein Interview mit dem Psychologie Professor Girolamo Lo Verso von der Universität Palermo veröffentlicht.

Darin wird erschreckend klar, wie gut doch eine gezielte Erziehung wirken kann. Von Anfang an werden die Kinder zu künftigen Killern erzogen. Wie er berichtet haben diese nicht mal ein schlechtes Gewissen, dass sich eigentlich laut der Theorie irgendwann mal melden sollte. Eingebunden in ein starkes System mit harten Regeln, werden sie von allen „unnützen“ Mechanismen befreit, die sie an ihrem unmenschlichen Handeln hindert.

Positiv formuliert, könnte man sagen: Erziehung lohnt. Die Gesellschaft hat also mehr Einfluss, über die Sozialisation, auf den Menschen, als so mancher denkt.

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