Forschen, aber wie?

Ich stelle immer wieder fest, dass sich Studierende schwertun, sobald es an eine eigene kleine Forschungsarbeit oder die empirische Abschlussarbeit geht. Selbst am Ende vom Masterstudiengang.

Das liegt meiner Meinung und Erfahrung nicht nur an den Studierenden selbst, sondern auch an der wenig praxisorientierten methodischen Ausbildung an den Universitäten. Man schreibt ein paar Statistikklausuren und besucht ein paar Vorlesungen zum Thema und schreibt am Ende auch wieder eine Klausur. Danach weiss man, wie es im Idealfall sein soll und rein theoretisch wie es funktioniert. Sitzt man dann aber vor einem Datensatz und soll eine Forschungsarbeit planen und durchführen, weiss man nicht, was man tun soll. Die Fähigkeit irgendwelche statistischen Werte von Hand zu berechnen nützt einem dann wenig.

Im Prinzip steht alles was man wissen muss schon im Wikipedia Artikel zum Stichwort Forschung. Die Frage wäre, was könnte man noch tun, abgesehen davon, von Seiten der Studierenden darauf hinzuwirken, dass es gerade bei den Forschungsmethoden möglichst praxisnah zugeht. Auch wenn das erstmal schwieriger ist, als eine Klausur zu schreiben.

Zunächst einmal wäre es vielleicht nützlich die genauen Probleme zu benennen. Was man dann daraus machen könnte und eine gewisse Unterstützung zu leisten, bin ich mir noch nicht sicher. Entweder eine Artikelserie, die auf spezielle Fragen eingeht, oder wäre ein Wiki die bessere Lösung?

Daher die Frage an meine Leser/innen, wie seht ihr das Problem und welche Maßnahmen würdet ihr vorschlagen?

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Gewichten oder nicht gewichten, das ist hier die Frage!?

Gewichtungen kommen bei verschiedenen Szenarien zum Einsatz. Als Ausgleich von Auswahlwahrscheinlichkeiten die durch die Methode der Stichprobenziehung verursacht werden. Bei Längsschnittstudien, die stark unterschiedlich große Samples aufweisen und als Ausgleich für Verzerrungen durch systematisches Beteiligungsverhalten in der Befragung. Bei letzterem geht es also darum, dass verschiedene Gruppen unterschiedlich stark an Umfragen teilnehmen. Aber auch bei Querschnitts-Erhebungen können Abweichungen von bekannten Verteilungen in der Grundgesamtheit auftreten.

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Mehrfachantworten im Datensatz kodieren

Bei der Kodierung eines Fragebogens kommt es vor, dass man eine Frage mit Mehrfachantworten umsetzen muss. Da man in eine Variable nur jeweils einen Wert einfügen kann, muss man in diesem Fall andere Methoden anwenden. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden das Problem zu lösen.

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Soziologie des Lebensverlaufs

Hier mal eine kleine Einführung in die Soziologie des Lebenslaufs. Ein kleiner Abriss der Sichtweise und der empirischen Methoden.

Die Soziologie des Lebensverlaufs sieht einzelne Ereignisse im Leben nicht für sich, sondern versucht diese in den Verlauf eines Lebens einzubetten und so besser zu verstehen. (weiterlesen …)

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Gute Statistikbücher

Ich habe ja in meiner Literaturübersicht schon ein paar Bücher zu statistischen Methoden empfohlen. Da ich aber nicht alle Bücher, die es zu dem Thema gibt,  lesen und deren Qualität beurteilen kann, will ich an dieser Stelle mal meine Leser fragen.

Wenn ihr ein gutes Buch zur Statistik kennt, das sehr hilfreich bei der praktischen Arbeit mit Statistik ist, so schreibt doch bitte den Titel in die Kommentare. Dazu vielleicht noch ein paar Worte zu den Stärken und Schwächen des Buches.

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Der Eis-Index

Der “Big-Mac-Index” dürfte ja bekannt sein. Aber es gibt ja vielleicht noch andere einfache Indikatoren für Preise und Kaufkraft. Bei einem Gespräch mit einem Freund, kam das Thema Eis und die regional schonmal unterschiedlichen Preise dafür auf. Wir stellten fest, dass der Preis für eine Kugel Eis an einer normalen Eisdiele ein Indaktor für das allgemeine regionale Preisniveau sein könnte.

Wenn ich genügend Eispreise hätte, könnte ich diese mit den Statistiken zu den regionalen Lebenshaltungskosten vergleichen. Die Frage ist nur, wie man sowas herkriegen könnte. Durch ganz Deutschland reisen wäre wohl etwas kostspielig.

Vielleicht ist die Idee auch zu abgedreht. Was meinen denn meine werten Leser dazu?

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Wissenschaftliche Auswertung des “Studenten-Pisa-Tests”

Der Spiegel will nun seine Daten, die in dem Wissens-Test gewonnen wurden, wissenschaftlich auswerten lassen und die Ergebnisse in einem Sammelband veröffentlichen. Die Ausschreibung kann man sich hier ansehen.

Inwieweit die Daten aber auch tauglich für eine wissenschaftliche Auswertung sind bleibt offen. Zwar wurden die Fragen wohl einem wissenschaftlichen Pretest unterzogen, doch nützt dies nichts, wenn die Daten insgesamt nicht repräsentativ sind. Rund 600.000 Fälle sind zwar eine stolze Zahl, doch für die gesamte Studentenschaft in Deutschland repräsentativ würde ich die Daten nicht bezeichnen. Es haben auch nicht nur Studenten mitgemacht. Ohne näheres zu wissen, würde ich mal sagen, dass die Grundgesamtheit wohl eher aus Spiegel-Online Leser, sowie Mitgliedern von StudiVZ besteht. Zudem bestand bei den Fragen eine Möglichkeit zu schummeln. Zwar hatte man nur eine gewisse Zeit im eine Frage zu beantworten, wer aber schnell auf den einschlägigen Seiten oder Google suchte, konnte durchaus bei der ein oder anderen Frage, sein Wissensdefizit ausgleichen. Von daher zweifle ich auch die Verlässlichkeit der Daten an.

Vielleicht weiss ja noch jemand der werten Leser mehr. Aber aus dem was in den Artikeln dazu stand, bzw. vor allem, was dort nicht stand, sehe ich keine Basis für eine wirkliche wissenschaftliche Auswertung.

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