Höflicher Diskurs

Vor ein paar Tagen sah ich dieses Video bei TED. Es geht um Diskurs und am Beispiel der amerikanischen Demokraten und Republikaner gezeigt, wie diese beim Versuch die jeweils andere Fraktion zu überzeugen, aneinander vorbei reden. Die Lösung, die hier vorgeschlagen wird, verlangt einiges an Empathie. Man muss sich nämlich fragen, was ist für die Gegenseite besonders wichtig und wie kann ich in deren Kontext meine Ziele vermitteln. Das heißt eben auch, deren Begriffe zu benutzen, um überhaupt die Aufmerksamkeit der anderen zu bekommen.

Das erinnerte mich auch noch an eine Diskussion die ich letztens hatte. Es ging um die Frage, wie ich „westliche“ Werte Menschen anderer Kulturen vermittle, ohne gleich diese als Rückständig abzuwerten. So wäre es eine gute Methode, zu schauen, welche Werte und Ziele vorhanden sind und wo es Anknüpfungspunkte gibt, die ein Verstehen und die Kommunikation erleichtern. Denn eigentlich haben alle Menschen gemeinsam das Ziel ihr Leben bestmöglich zu gestalten. Die Art und Weise kann aber eben sehr unterschiedlich sein.

Man sollte also immer auch einen Blick hinter den Vorhang werfen und nicht das offensichtlichte Verhalten bewerten, ohne den Kontext an Gründen dazu. Das heißt aber eben auch, den „Gegner“ nicht zu verteufeln sondern einen Schritt zurückgehen und die Moral mal beiseite lassen und selbst zu verstehen.

 

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Eine kurze Geschichte der Apokalypse

Doomsday Machine

Fangen wir mal mit einer Definition des Wortes an. Das griechische Wort „Apokalypse“ bedeutet eigentlich nichts anderes als enthüllen oder offenbaren. Das Wort „Apokalyptik“ als „wissenschaftssprachliches Kunstwort“ (Schipper 2008, 74), geht zurück auf den Bibelwissenschaftler Friedrich Lücke, der von 1791 bis 1855 lebte. Man sieht, die Sache ist noch relativ neu. Eine Offenbarung ist in der Bibel etwas Alltägliches. Die Propheten beriefen sich immer auf eine göttliche Offenbarung, die ihnen widerfahren war. Lücke definiert den Begriff als eine spezielle Denkweise, die über die prophetische Botschaft hinausgeht und auf das Geheimnis des göttlichen Reiches und Heiles verweist. Eine Offenbarung, die überirdisch, göttlich ist und den wahren Weg zum Heil zeigt. „Der Apokalyptiker erwartet von der bestehenden Welt nichts mehr und von der zukünftigen alles“ (Schipper 2008,74). Der Idealzustand ist immer zukünftig und kann in der bestehenden Welt nicht aus eigener Kraft erreicht werden. Dies steht im Gegensatz zu den Propheten des Alten Testaments, die das Volk stehts zu einer besseren Verhaltensweise aufriefen. Das impliziert, eine Verbesserungsmöglichkeit innerhalb der vorhandenen Welt- und Sozialordnung (vgl. Schipper 2008,74f).

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Apokalypse? Jetzt erst recht!

Ein einsamer Einkaufswagen am Ende der Welt.

Die Apokalypse ist immer wieder ein interessantes Thema. Weltuntergangspropheten haben schon oft das Ende der Welt vorhergesagt. Passiert ist aber bisher wenig. Die Welt mag sich zwar geändert haben mit der Zeit, das Ende aller Tage scheint aber nicht dabei gewesen zu sein.

Zur Zeit ist ja der Weltuntergang für Dezember 2012 angesagt. (Zwischendurch wurden und werden wohl noch einige verkündet bis dahin.) Da endet dann angeblich der Maya Kalender. Mein Kalender für 2011 endete ja schon im letzten Jahr. Aber ich hatte zum Glück vorgesorgt und einen für 2012 gekauft. ;-) Continue reading

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Die kulturelle Evolution des Dinosauriers

Alles begann mit einem toten Hasen. Alexis Dworsky erklärt hier kurz das Thema seiner Doktorarbeit. Die Darstellung und Vorstellung von Dinosauriern hat sich mit der Zeit gewandelt. Dinosaurier sind etwa seit 200 Jahren bekannt und waren immer auch eine Projektionsfläche der jeweiligen Zeit. Interessant auch seine Erklärungen zur Medientechnologie, die unser Bild der Dinos mitbestimmt hat.

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