„Mein Kampf“ als Schullektüre?

Hitlers „Mein Kampf“ wird ab nächstem Jahr, dank auslaufender Urheberrechte wieder als Nachdruck im Buchhandel zu haben sein. Allerdings in einer kommentierten Version. Die unkommentierte Version bleibt wohl weiterhin verboten, wenn auch nicht aus urheberrechtlichen Gründen.

Der Lehrerverband hat sich jetzt für das Buch als Lektüre im Unterricht eingesetzt. Continue reading

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Eine kurze Geschichte der Apokalypse

Doomsday Machine

Fangen wir mal mit einer Definition des Wortes an. Das griechische Wort „Apokalypse“ bedeutet eigentlich nichts anderes als enthüllen oder offenbaren. Das Wort „Apokalyptik“ als „wissenschaftssprachliches Kunstwort“ (Schipper 2008, 74), geht zurück auf den Bibelwissenschaftler Friedrich Lücke, der von 1791 bis 1855 lebte. Man sieht, die Sache ist noch relativ neu. Eine Offenbarung ist in der Bibel etwas Alltägliches. Die Propheten beriefen sich immer auf eine göttliche Offenbarung, die ihnen widerfahren war. Lücke definiert den Begriff als eine spezielle Denkweise, die über die prophetische Botschaft hinausgeht und auf das Geheimnis des göttlichen Reiches und Heiles verweist. Eine Offenbarung, die überirdisch, göttlich ist und den wahren Weg zum Heil zeigt. „Der Apokalyptiker erwartet von der bestehenden Welt nichts mehr und von der zukünftigen alles“ (Schipper 2008,74). Der Idealzustand ist immer zukünftig und kann in der bestehenden Welt nicht aus eigener Kraft erreicht werden. Dies steht im Gegensatz zu den Propheten des Alten Testaments, die das Volk stehts zu einer besseren Verhaltensweise aufriefen. Das impliziert, eine Verbesserungsmöglichkeit innerhalb der vorhandenen Welt- und Sozialordnung (vgl. Schipper 2008,74f).

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Menschenrechte Teil 2 – Die Geschichte

Grundlage der Durchsetzung der Idee der Menschenrechte ist die Aufklärung. Für den Philosophen John Locke beispielsweise, waren Leben, Freiheit und Eigentum, angeborene Menschenrechte, die der Staat zu schützen hatte. Dadurch wird die Idee der Menschenrechte auf eine politische Ebene gehoben (vgl. Fritzsche, 28).

Vorläufer von verfassungsmäßig garantierten Menschenrechten gab es in England, wo schon 1215 in der „Magna Charta Liberatum“ gewisse Rechte zugestanden wurden. Weitere Dokumente waren die „Petition of Rights“ von 1628 und die „Habeas-Corpus-Akte“ von 1679 (vgl. Fritzsche, 29). Continue reading

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