Herwig Birg: Differentielle Reproduktion aus der Sicht der biographischen Theorie der Fertilität

Herwig Birg entwirft eine Theorie, in der die Biographie des Individuums und deren Verlauf die zentrale Rolle spielt. Dabei geht er davon aus, dass sich nicht die Geburtenhäufigkeit insgesamt ändert, sondern das Reproduktionsverhalten insgesamt, und dieses von der Gruppenzugehörigkeit und dem individuellen Lebenslauf beeinflusst werden. Es kommt zu einer „differentiellen Reproduktion“ (vgl. Birg, 192). Diese definiert er als die Bündel der Einflussfaktoren, die auf jedes Individuum einen unterschiedlichen Einfluss haben, wobei sich auch die Einflussfaktoren selbst noch individuell unterscheiden können (vgl. Birg, 195). Continue reading

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