Vom Arbeiterkind zum Akademiker

Warum versucht jemand aufzusteigen, was ist das Motiv dahinter? Wie hier im Blog ja schon mehrfach festgestellt wurde, ist Aufstieg, zumindest kein weiter, nicht zwangsläufig ein Ziel aller sozialen Klassen. Ich bin dieser Frage bin in meinem Masterstudium mit statistischen Auswertungen nachgegangen. Professor El-Mafaalani geht der Sache mit persönlichen Interviews auf den Grund. Wobei er allerdings noch speziell auf Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund eingeht. Continue reading

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Bildungstheorie: Breen und Goldthorpe

Breen und Goldthorpe bauen ihre Theorie auf Boudon auf. Sie gehen ebenfalls von primären und sekundären Effekten der sozialen Herkunft aus, wobei die sekundären Effekte die Hauptrolle spielen. Diese wirken an Übergängen im Bildungssystem, an denen zwischen Verbleib und Verlassen entschieden wird. Zwar können die primären Effekte auch eine Rolle spielen, beispielsweise, wenn das Kind, aufgrund der schlechteren Startvoraussetzungen, nicht gut genug für einen höheren Bildungsabschluss ist, doch messen sie den sekundären einen höheren Einfluss bei (vgl. Breen & Goldthorpe 1997, 277). Continue reading

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Boudon und die Herkunftseffekte

Auf der Theorie von Keller und Zavalloni aufbauend, formuliert Boudon seine Theorie der primären und sekundären Effekte der sozialen Herkunft.

Boudon sieht die Schichtung der Gesellschaft als Ursache und Folge von Unterschieden zwischen den Menschen. Je niedriger der soziale Status, desto weniger kultureller Hintergrund und weniger Erfolg im Bildungswesen und weniger ökonomisches Kapital. Entsprechend besser ausgestattet sind die Menschen je höher ihr sozialer Status ist. Dieses Phänomen beschreibt Boudon mit dem Begriff der primären Effekte der sozialen Schichtung. Diese führen direkt, durch die besseren Möglichkeiten das Kind in der Schule zu unterstützen, zu besseren Leistungen (vgl. Boudon 1974, 29). Continue reading

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