Die Geschichte der Apokalypse ist einerseits eine Geschichte des Scheiterns, keine Prophezeiung ist jemals eingetreten und andererseits eine Erfolgsgeschichte, da sich die Gläubigen auch durch Enttäuschungen nicht davon abbringen lassen, dass es irgendwann doch noch passiert.
Der Wandel von einer religiösen zu einer weltlichen Apokalypse, die allerdings keine Hoffnung mehr auf Erlösung birgt, spiegelt sich überall wider. Wenn man es auf die Spitze treiben will, so könnte man sagen, dass selbst das verbreitete „Früher war alles besser“ Genörgel schon eine Art apokalyptische Weltsicht ist. Denn wenn alles immer schlechter wird, so steuert man auf einen Punkt zu, an dem es für die bestehende (schlechte) Ordnung keine Besserung mehr gibt. Eine (Er-)Lösung erscheint dann irgendwann nur noch in einer vollkommenen Erneuerung zu bestehen. Oder es endet halt alles in einem „großen Knall“. (weiterlesen …)






