Twitter für die Forschung nutzen

Die London School of Economics and Political Science hat auf ihrem Blog eine Anleitung zur Nutzung von Twitter für die Forschung und Lehre zum Download gestellt. Passend dazu ist jetzt der erste einer Serie von Artikeln zu diesem Thema erschienen.

Die Anleitung wendet sich auch an Anfänger, die Twitter noch gar nicht benutzt haben.  Erfahrene User können aber auch einige gute Tipps daraus ziehen und einmal die eigene Nutzung damit vergleichen.

Number of View :24849

Harald Lesch: „Wir irren uns empor… oder warum ist die Physik so erfolgreich?“

Ein Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin kann ja nie schaden. Die Physik finde ich ja seit jeher sehr interessant. Als Kind wollte ich ja mal Astrophysiker werden. Auch wenn daraus nichts geworden ist und ich jetzt eher das menschliche Universum, statt des physischen Universums erforsche, so fasziniert mich das Thema immernoch sehr.
Continue reading

Number of View :15248

Zusammenfügen unterschiedlicher Daten

/>Wenn man Variablen in zwei verschiedenen Dateien hat, kann man sie einfach mit einem Statistikprogramm zu einer Datei zusammenfügen. Sind beide Datensätze im selben Format ist das auch nicht weiter ein Problem.
Wenn man aber Verlaufsdaten (Bild2) und Querschnittsdaten (Bild1, jeweils klicken zum vergrößern) hat und diese zusammenfügen will, dann ist das nicht ganz so einfach. Je nachdem wie man es macht, kommen ganz unterschiedliche Ergebnisse zustande.

Continue reading

Number of View :38768

Texteditor für STATA

STATA ist an sich ein gutes Programm, was mich aber immer daran störte, war der Codeeditor. Dieser hat nämlich kein Syntax-Highlighting, zumindest bis Version 10, was bei langen Do-Files schonmal recht unübersichtlich werden kann. Auf der Suche nach Alternativen habe ich nun Editra gefunden.

Editra unterstützt STATA-Code von Haus aus und ist kostenlos verfügbar. Ein Nachteil ist die mangelnde Integration in STATA. Wenn man den Code ausführen will, so muss man diesen erst in den internen Editor kopieren. Zur Zeit suche ich noch nach einer Integrationslösung. Falls da jemand weiterhelfen kann, bin ich für Tipps dankbar.

Number of View :17498

Gute Statistikbücher

Ich habe ja in meiner Literaturübersicht schon ein paar Bücher zu statistischen Methoden empfohlen. Da ich aber nicht alle Bücher, die es zu dem Thema gibt,  lesen und deren Qualität beurteilen kann, will ich an dieser Stelle mal meine Leser fragen.

Wenn ihr ein gutes Buch zur Statistik kennt, das sehr hilfreich bei der praktischen Arbeit mit Statistik ist, so schreibt doch bitte den Titel in die Kommentare. Dazu vielleicht noch ein paar Worte zu den Stärken und Schwächen des Buches.

Number of View :16235

Tipps für Wissenschaftsblogger

Lars Fischer hat auf seinem Blog 13 Tipps für Wissenschaftsblogger zusammengestellt, wie man den aktuellen Forschungsstand herausfindet.

Eine sehr gute Liste, die man übrigens auch als Student für Hausarbeiten nutzen kann.

Tobias Maier bietet ebenfalls Tipps für Blogger an. Er gibt Tipps für den Start eines Wissenschaftsblog. Wer also am überlegen ist, ein solches zu eröffnen, sollte dort einmal vorbeischauen.

Number of View :7169

Soziologie ist ein Kampfsport. Pierre Bourdieu im Porträt

Pierre Carles
Soziologie ist ein Kampfsport. Pierre Bourdieu im Porträt

Wohl jedem geistes- und kuturwissenschaftlichen Studierenden begegnet irgendwann einmal der Name Pierre Bourdieu unter oder über einem Text. Er ist bekannt u. a. durch das Werk „Die feinen Unterschiede“. Der französische Soziologe gehörte schon zu Lebzeiten zu den bedeutensten Soziologen des 20. Jahrhunderts, so dass wir nicht nur Texte von ihm, sondern auch das Glück haben, dass es ein Film über ihn gibt, der vor seinem Tod 2002 entstanden ist. Der Filmemacher Pierre Carles hat ihn für das französische Kino gedreht. Er ist jetzt dank des Suhrkamp-Verlag auf DVD in Deutschland erhältlich.

Pierre Carles hat Pierre Bourdieu längere Zeit mit der Kamera begleitet. Der Film kommt ohne Kommentare bzw. Sprecher und Interviews des Filmemachers mit ihm aus, stattdessen reiht der Film einzelne Episoden aneinander. Sie zeigen Bourdieu in unterschiedlichen Situationen. Mit seinen Kollegen an der Universität; bei zufälligen Begegnungen auf der Straße; bei einem Interview mit einem Jugendradio; bei Podiumsdiskussionen; in Uni-Seminaren.

Es entsteht das Bild eines durch und durch sympathischen Mannes. Ein Mann mit Humor, Beobachtungsgabe, Empathie, Wissen, Leidenschaft, Engagement und dem Willen, seine Anliegen den Menschen verständlich zu machen. Ein Bourdieu, der aufgeregt ist, weil er auf Englisch reden muss bei einem wissenschaftlichen Kongress und das ganze trocken mit dezenter Ironie kommentiert; dann einen, der engagiert mit Einwohnern eines benachteiligten Stadtteils diskutiert. Ein anderes mal bittet er Studierende, ihm die Fragen zu schicken, die sie sich nicht getraut haben zu stellen bei einem Besuch von ihm in ihrem Seminar. Dann ist er väterlich besorgt um den Arbeitsfortschritt eines Mitarbeiters.

Der Sohn eines Bauern aus der Provinz bleibt auch am Ende seiner akademischen Laufbahn bescheiden und behält genug Distanz zu seinem Werk. Wenn ein Diskutant im Eifer des Gefechts sagt „Es ist nur Bourdieu, nicht Gott“, verärgert ihn das nicht, sondern findet seine Zustimmung. Er will den Menschen Mut machen zu denken und ihr Anliegen in die eigene Hand zu nehmen. Es erscheint einem aufgrund des Films plausibel, dass Bourdieu bis zuletzt nie ganz in den Welt der Akademiker heimisch wurde und diese Welt und sein Wirken in ihr mit nötiger Distanz beobachten konnte.

Natürlich bekommt man im Film auch mit, was er z. B. unter kulturellem Kapital versteht. Wer Geld hat, hat damit bestimmte Möglichkeiten. Wer bestimmte kulturelle Fähigkeiten, also kulturelles Kapital hat, hat dadurch auch bestimmte Möglichkeiten. Wer z. B. eine akademische Karriere machen möchte, muss reden können wie man es in akademischen Kreisen macht. Und wer konnte gerade dies besser beobachten als das Nicht-Akademiker Kind Bourdieu?

Aber das Kern-Anliegen des Films ist: Die Facetten seines öffentlichen Auftretens zu zeigen. Und darin bekommt man in fast 3 Stunden einen guten Einblick.

Der Suhrkamp Verlag hat den Film mit deutschem Untertitel auf DVD veröffentlicht. Ein hartes Stück Arbeit, ihm lesend und denkend zu folgen und gleichzeitig den Film zu sehen, aber es lohnt sich. Auf überflüssige Extras verzichtet der Verlag, legt aber ein inhaltlich ergänzendes 52-seitiges Heft bei.

Autor: Norbert Paul

 

Number of View :17672