Apokalypse? Ochjo…

Ein Reiter der Apokalypse?

Die Geschichte der Apokalypse ist einerseits eine Geschichte des Scheiterns, keine Prophezeiung ist jemals eingetreten und andererseits eine Erfolgsgeschichte, da sich die Gläubigen auch durch Enttäuschungen nicht davon abbringen lassen, dass es irgendwann doch noch passiert.

Der Wandel von einer religiösen zu einer weltlichen Apokalypse, die allerdings keine Hoffnung mehr auf Erlösung birgt, spiegelt sich überall wider. Wenn man es auf die Spitze treiben will, so könnte man sagen, dass selbst das verbreitete „Früher war alles besser“ Genörgel schon eine Art apokalyptische Weltsicht ist. Denn wenn alles immer schlechter wird, so steuert man auf einen Punkt zu, an dem es für die bestehende (schlechte) Ordnung keine Besserung mehr gibt. Eine (Er-)Lösung erscheint dann irgendwann nur noch in einer vollkommenen Erneuerung zu bestehen. Oder es endet halt alles in einem „großen Knall“. (weiterlesen …)

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Apokalypse? Ne doch nicht

Sandale des Weltuntergangs-Propheten nach der Entrückung

Bisher sind noch keine Voraussagen bezüglich des Weltuntergangs eingetreten. Dies scheint aber bisher wenig Auswirkungen auf die Gläubigen gehabt zu haben. Auch über tausende Jahre enttäuschte Hoffnung auf das kommende Gottesreich hält die Menschen nicht davon ab, weiterhin daran zu glauben und neue Termine festzusetzen. Mal abgesehen von Geschäftemachern, die selbst wohl eher nicht daran glauben sondern nur damit ihr Geld verdienen, ist das für Gläubige natürlich ein Problem, wenn ihr Gott nicht kommt um sie zu erlösen.

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Eine kurze Geschichte der Apokalypse

Doomsday Machine

Fangen wir mal mit einer Definition des Wortes an. Das griechische Wort „Apokalypse“ bedeutet eigentlich nichts anderes als enthüllen oder offenbaren. Das Wort „Apokalyptik“ als „wissenschaftssprachliches Kunstwort“ (Schipper 2008, 74), geht zurück auf den Bibelwissenschaftler Friedrich Lücke, der von 1791 bis 1855 lebte. Man sieht, die Sache ist noch relativ neu. Eine Offenbarung ist in der Bibel etwas Alltägliches. Die Propheten beriefen sich immer auf eine göttliche Offenbarung, die ihnen widerfahren war. Lücke definiert den Begriff als eine spezielle Denkweise, die über die prophetische Botschaft hinausgeht und auf das Geheimnis des göttlichen Reiches und Heiles verweist. Eine Offenbarung, die überirdisch, göttlich ist und den wahren Weg zum Heil zeigt. „Der Apokalyptiker erwartet von der bestehenden Welt nichts mehr und von der zukünftigen alles“ (Schipper 2008,74). Der Idealzustand ist immer zukünftig und kann in der bestehenden Welt nicht aus eigener Kraft erreicht werden. Dies steht im Gegensatz zu den Propheten des Alten Testaments, die das Volk stehts zu einer besseren Verhaltensweise aufriefen. Das impliziert, eine Verbesserungsmöglichkeit innerhalb der vorhandenen Welt- und Sozialordnung (vgl. Schipper 2008,74f).

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Apokalypse? Jetzt erst recht!

Ein einsamer Einkaufswagen am Ende der Welt.

Die Apokalypse ist immer wieder ein interessantes Thema. Weltuntergangspropheten haben schon oft das Ende der Welt vorhergesagt. Passiert ist aber bisher wenig. Die Welt mag sich zwar geändert haben mit der Zeit, das Ende aller Tage scheint aber nicht dabei gewesen zu sein.

Zur Zeit ist ja der Weltuntergang für Dezember 2012 angesagt. (Zwischendurch wurden und werden wohl noch einige verkündet bis dahin.) Da endet dann angeblich der Maya Kalender. Mein Kalender für 2011 endete ja schon im letzten Jahr. Aber ich hatte zum Glück vorgesorgt und einen für 2012 gekauft. ;-) (weiterlesen …)

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Institutionalisierung, Internationalisierung und die Auswirkungen auf den Lebenslauf Teil III

OECD

Die OECD wurde 1961 gegründet. Eine Zuständigkeit im Bildungssektor war zunächst nicht vorgesehen. Trotzdem war sie von Anfang an in diesem Feld aktiv (vgl. Martens / Weymann, 258f). (weiterlesen …)

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Institutionalisierung, Internationalisierung und die Auswirkungen auf den Lebenslauf Teil I

In dieser kleinen Serie wird auf den Staat und staatliche Institutionen als Hauptakteur im Lebensverlauf eingegangen. In jedem Teil wird ein anderer Aspekt behandelt und in der letzten Folge ein Fazit gezogen. Die gesamte Literaturliste wird dann mit dem letzten Artikel erscheinen. (weiterlesen …)

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Boudon und die Herkunftseffekte

Auf der Theorie von Keller und Zavalloni aufbauend, formuliert Boudon seine Theorie der primären und sekundären Effekte der sozialen Herkunft.

Boudon sieht die Schichtung der Gesellschaft als Ursache und Folge von Unterschieden zwischen den Menschen. Je niedriger der soziale Status, desto weniger kultureller Hintergrund und weniger Erfolg im Bildungswesen und weniger ökonomisches Kapital. Entsprechend besser ausgestattet sind die Menschen je höher ihr sozialer Status ist. Dieses Phänomen beschreibt Boudon mit dem Begriff der primären Effekte der sozialen Schichtung. Diese führen direkt, durch die besseren Möglichkeiten das Kind in der Schule zu unterstützen, zu besseren Leistungen (vgl. Boudon 1974, 29). (weiterlesen …)

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Soziale Klassen und Ambition

Keller und Zavalloni sehen sich mit der Schlussfolgerung aus vorangegangenen Studien konfrontiert, dass Menschen aus der Unterschicht weniger Wert auf eine höhere Schulbildung legen und weniger ambitioniert sind als aus der Mittelschicht. Sie kritisieren die Methodik der Studien, die diese Ergebnisse aus Angaben zu beruflichen Zielen schlussfolgert. Daraus ließe sich leicht schließen, dass die Unterschicht wenig hat, weil sie wenig will (vgl. Keller / Zavalloni 1964, 58f). (weiterlesen …)

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Verbrechen lohnt sich…

…jedenfalls für die Gesellschaft. Auch wenn offiziell die Politik die Ausrottung des Verbrechens, oder allgemeiner gesagt, des abweichenden Verhaltens*, verfolgt, so wissen wir Soziologen, dass es in allen Gesellschaften der Normalfall ist. So wünschenswert es auch ist, eine Gesellschaft frei von abweichendem Verhalten zu haben, so sieht die Realität leider anders aus. In jeder Gesellschaft gibt es Abweichung und Strafe. Wobei die Strafe selbst eigentlich auch ein Normbruch ist. Daher ist das Strafmaß auch immer wieder ein umstrittener Fall. Trotzdem erfüllt abweichendes Verhalten eine soziale Funktion. Durch die Abweichung des Verbrechers werden die Normen und Regeln des Zusammenlebens definiert und bestätigt. Die Gesellschaft distanziert sich vom “Verbrecher” und bestätigt sich des konformen Verhaltens und damit auch die eigenen Normen. Abweichendes Verhalten bietet also quasi Orientierung.

Andererseits ist abweichendes Verhalten auch eine Gefahr für die Gesellschaft, denn sie stellt die Regeln in Frage. Wenn herauskommt, dass sich niemand an eine Norm hält, so ist die Norm faktisch außer Kraft gesetzt. Das kann im Extremfall zur Auflösung einer Gesellschaft führen. Von daher lohnt sich das Verbrechen für die Gesellschaft nicht zwangsläufig. Es kann auch zum Ende führen.

Von daher, immer schön gesetzestreu bleiben.

Genauere Information darüber gibts beim Kollegen Bügelmeier in seiner Bildungsbürgerschau. Dort fragt sich in der aktuellen Folge der Schurke Blofeld, ob seine Ambitionen die Weltherrschaft zu übernehmen überhaupt kriminell sind und welche soziale Aufgaben Kriminalität wahrnimmt und was überhaupt kriminell ist.

Die Folge davor ist auch zu empfehlen, das die aktuelle Folge darauf basiert. Hier geht es um Merton und Durkheim und die Theorie der Anomie (Normlosigkeit), auf der die soziologische Theorie der Kriminalität basiert.

 

*Abweichendes Verhalten kann natürlich alles sein, was von den Normen und Gesetzen einer Gesellschaft abweicht. Also beispielsweise auch der kleinste Regelverstoß innerhalb der Familie.

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Vom Ende der Arbeit…

… erzählt der Spiegelfechter auf Telepolis.

Was wird passieren, wenn der Traum von der Vollbeschäftigung und ewigem Wachstum platzt und es zu einer nie gekannten Massenarbeitslosigkeit kommt? Bisher scheint sich niemand Gedanken darüber zu machen, doch niemand weiß, ob die Finanzkrise schon die Katastrophe ist, die uns zum Umdenken zwingt, ein Warnschuss ist sie allemal. Vielleicht hilft auch ein Blick nach Griechenland, was so alles passieren kann.

Ein Problem ist natürlich, die in den letzten Jahren aufgebaute Propaganda gegen Arbeitslose als “Sozialschmarotzer” und die Aufwertung der Arbeit als eines der wichtigsten Identitätsstiftenden Dinge im Leben. Das kann zu einer ernsthaften Krise führen, wenn die Arbeitsplätze rapide abnehmen.

Zukunftsprognosen sind natürlich schwierig, aber man sollte sich schon Gedanken dazu machen, was nach der Finanzkrise kommen könnte, zumindest wenn man dann versucht, das Wachstum nicht mehr durch Schulden zu finanzieren. Das Ende der Arbeit ist eine Theorie, aber es kann auch ganz anders kommen.

Fakt ist aber, dass wir ein großes Energie und Rohstoffproblem haben, das sich noch verschärfen wird. Wir haben gesehen, was passiert, wenn China viel Produziert und Rohstoffe knapp werden. Sollte Afrika sich ähnlich entwickeln ist das Ende des Wachstums allein schon aus diesen Gründen absehbar, ganz zu schweigen von den Umweltproblemen. Die Probleme sind aber nicht mehr mit dem Wettbewerbsprinzip zu lösen sondern nur mit Kooperation.

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