Soziologische Linkschau 7/16


Dr John Goldthorpe: Decades of investment in education have not improved social mobility (The Guardian)


Matthias Burchardt: Die Krise selbstgesteuerten Lernens (SWR)


Karim El-Gawhary: Taktik des IS in Europa (ORF)


Warum Geld immer da bleibt, wo es ist (DRadio Wissen)


Heinz Bude „Die Verbitterten ergreifen das Wort“ (Handelsblatt)


Seth Godin: Survey questions


Christina Müller: Macht die französische Terrorismusforschung bald Politik?


Keine Angst vor dem Studium: Das Projekt „DeinWeg@Uni“ an der Heinrich-Heine-Universität


Paleo – Wieder eine neue Crash-Diät? Eine Analyse im Social Web“ (Mafolution)


Stichprobe oder BigData? (Marktforschung.de)


Andreas Diekmann über Wahlforschung (Süddeutsche Zeitung)


Zellmedien Podcast Folge 3 (Biologie)


 

 

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Soziologische Linkschau 4/15

 
 
Beobachter.Lab zur Diskussion: Der Islamische Staat – Organisation oder Bewegung?


Gephi 0.9 released


Die Kita macht den Unterschied (Tagesspiegel)


Patrick Breitenbach: Wider die anstrengende Aufklärung: Warum Extremismus (im Jahr 2015) so attraktiv ist.


Spannende Forschung zum Thema Social Media bei Social Media Forensics


Transnationale Orte


Bildung in der Familie oder „Weil man keine Blume ist“ – Teil 1 von Janos Mertin


 
 

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„Mein Kampf“ als Schullektüre?

Hitlers „Mein Kampf“ wird ab nächstem Jahr, dank auslaufender Urheberrechte wieder als Nachdruck im Buchhandel zu haben sein. Allerdings in einer kommentierten Version. Die unkommentierte Version bleibt wohl weiterhin verboten, wenn auch nicht aus urheberrechtlichen Gründen.

Der Lehrerverband hat sich jetzt für das Buch als Lektüre im Unterricht eingesetzt. Continue reading

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Vom Arbeiterkind zum Akademiker

Warum versucht jemand aufzusteigen, was ist das Motiv dahinter? Wie hier im Blog ja schon mehrfach festgestellt wurde, ist Aufstieg, zumindest kein weiter, nicht zwangsläufig ein Ziel aller sozialen Klassen. Ich bin dieser Frage bin in meinem Masterstudium mit statistischen Auswertungen nachgegangen. Professor El-Mafaalani geht der Sache mit persönlichen Interviews auf den Grund. Wobei er allerdings noch speziell auf Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund eingeht. Continue reading

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Kompetenzen und Berufswahl

Dies sollte eigentlich ein Kommentar bei der Frau Vrouwelin werden. Wurde dann aber doch zu lang. Daher hier als eigenen Blogpost, der recht spontan entstanden ist und als weitere Diskussionsgrundlage dienen kann.

Die Ergebnisse meiner Forschung zum Übergang von Schule in die Berufsausbildung zeigen auch deutlich, dass man mit einem Hauptschulabschluss kaum eine Chance hat einen Ausbildungsplatz zu finden. Einzig ein Praktikum bietet eine realistische Chance, da dadurch Handlungskompetenz „bewiesen“ werden kann und somit Vorurteile überwunden werden können. Auch wenn Frau Prof. Meyer nicht viel von einem Praktikum hält, so sehe ich es doch als einzig halbwegs realistische Form der Information über einen Beruf an. Man kann zwar die Probezeit nutzen, doch wenn sich die Wahl als falsch herausstellt, so verliert man doch meist ein ganzes Jahr und muss dann bei der nächsten Bewerbung auch noch erklären, warum man denn die erste Ausbildung abgebrochen hat. Sofern man gekündigt wurde, wird es sicher nicht einfacher.

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Andreas Schleicher: Use data to build better schools

Andreas Schleicher spricht bei TED über die PISA Studie und wie man damit das Schulsystem verbessern kann.

Ein Satz in seiner Rede hat mir besonders gefallen. Nämlich der Hinweis darauf, dass das Schulsystem, gerade in Deutschland, als Auslesesystem angesehen wird. Jeder kommt in eine Schublade und dann wird der Schlüssel weggeschmissen und das im Alter von 10 Jahren. Inzwischen hat sich ja schon einiges getan, um das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland zu verändern. Wobei man am Beispiel Hamburg sehen konnte, dass manchmal nicht die Politiker der Hemmschuh sind, sondern die Eltern.

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Der Bildungserfolg, das Schulsystem und die Lehrer

Der zweite Teil der Reihe Probleme im Bildungssystem beschäftigt sich mit dem System Schule an sich und den Lehrern.

Ich betrachte in diesem Beitrag den Einfluss von Lehrern und des Schulsystems auf den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Denn dieser Übergang ist im deutschen Schulsystem von grundlegender Bedeutung und eine Entscheidung an dieser Schwelle kann später nur mit größter Mühe, wenn überhaupt geändert werden. Zumindest was den Weg in eine höhere Schulform angeht. Einfacher und schneller geht es eher nach unten. Continue reading

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Die Werterwartungstheorie zur Erklärung von Bildungsungleichheiten

Die Werterwartungstheorie auf Grundlage der Überlegungen von Esser und Boudon (Esser 1999; Boudon 1974). Soll die soziale Ungleichheit im Bildungssystem erklären.

Esser geht in seinem Grundmodell davon aus, dass die Eltern der Kinder zwei Entscheidungsmöglichkeiten haben. Entweder sie schicken ihre Kinder auf die Hauptschule, oder auf eine weiterführende Schule. Diese Entscheidung hat Folgen und zwar im Sinne von Kosten und Nutzen. Zu den Kosten zählt er einen eventuellen Statusverlust im Vergleich zu den Eltern, sowie in Entgangenem Einkommen bei früherem Eintritt in den Beruf. Der Nutzen, wäre der Zugang zu einem bestimmten Beruf (vgl. Esser, 266f). Continue reading

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Bildungstheorie: Breen und Goldthorpe

Breen und Goldthorpe bauen ihre Theorie auf Boudon auf. Sie gehen ebenfalls von primären und sekundären Effekten der sozialen Herkunft aus, wobei die sekundären Effekte die Hauptrolle spielen. Diese wirken an Übergängen im Bildungssystem, an denen zwischen Verbleib und Verlassen entschieden wird. Zwar können die primären Effekte auch eine Rolle spielen, beispielsweise, wenn das Kind, aufgrund der schlechteren Startvoraussetzungen, nicht gut genug für einen höheren Bildungsabschluss ist, doch messen sie den sekundären einen höheren Einfluss bei (vgl. Breen & Goldthorpe 1997, 277). Continue reading

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