Wie heise.de Artikel zu erkennen, nicht das Internet, sondern der Umgang damit. Die Wahrnehmung gerade auch der Medienwächter ist in dem alten Schema der klassischen Medien hängen geblieben. Obgleich Herr Schneider sagt, dass das Internet die alten Medienregulierungsmodelle über den Haufen geworfen habe, aber nur ein paar Sätze später wird klar, dass er bestimmte Dienste im Internet als Rundfunk ansieht. Es geht ihm auch am Ende nur um Kontrolle.
Dabei spielt allerdings noch etwas anderes eine Rolle. Zum einen wird eine starke Medienwirkung vorausgesetzt, die eigentlich widerlegt ist und andererseits wird von einem Menschen ausgegangen, der nicht in der Lage ist sich eine eigene Meinung zu bilden und vollkommen von den Medien beeinflusst werden kann. Leider hat sich allgemein und latent die Medientheorie von Horkheimer und Adorno in den Köpfen festgesetzt. Die böse Kulturindustrie, die alles gleich machen will und die Menschen im Sinne der Herrschenden infiltrieren will.
Das Problem ist natürlich, dass die Medienwächter und ganze Anstalten, wie die Landesmedienanstalten davon leben und mit Sicherheit an der Situation nichts ändern wird. Man will sich ja schließlich nicht selbst arbeitslos machen. Wo kämen wir hin, wenn plötzlich jeder einfach so Medieninhalte gestalten könnte? Das dies schon längst passiert, ohne dass das Abendland untergegangen wäre, scheinen die noch nicht mitbekommen zu haben…

